Vor mehr als acht Jahren, als ich die Diagnose erhielt, fühlte ich mich mit meinen Fragen zur Ernährung oft allein gelassen. Das Internet bot kaum spezifische Empfehlungen, und die Informationen waren widersprüchlich. Heute hat sich das Bild gewandelt: Immer mehr Studien und Erfahrungsberichte zeigen, wie gezielte Ernährungsstrategien Entzündungen reduzieren und die Lebensqualität verbessern können.
Themen in diesem Beitrag
Warum Ernährung bei Autoimmunerkrankungen so wichtig ist
Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS), Hashimoto oder rheumatoide Arthritis haben eines gemeinsam: Das Immunsystem richtet sich gegen körpereigenes Gewebe, was zu chronischen Entzündungen führt. Ernährung kann hier ein mächtiges Werkzeug sein, um Entzündungen zu dämpfen, die Darmgesundheit zu stärken und Energie zurückzugewinnen. Doch nicht jede Ernährungsform passt zu jedem Menschen. Es geht darum, individuelle Lösungen zu finden – und genau dabei kann ein Gesundheitscoaching dich unterstützen.
Aktuell diskutierte Ernährungsansätze
Heute werden vor allem folgende Ernährungsweisen im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen diskutiert:
| Ansatz | Kernprinzipien | Mögliche Vorteile |
|---|---|---|
| Autoimmun-Protokoll (AIP) | Verzicht auf potenziell entzündungsfördernde Lebensmittel wie Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Nüsse, Samen und Nachtschattengewächse. Fokus auf nährstoffreiche, unverarbeitete Lebensmittel. | Reduktion von Entzündungen, Linderung von Symptomen, Unterstützung der Darmgesundheit. |
| Mittelmeer-Diät | Reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, gesunden Fetten (Olivenöl, Nüsse), Fisch und mäßigem Fleischkonsum. | Herz-Kreislauf-Gesundheit, antioxidative Wirkung, entzündungshemmend. |
| Paleo-Ernährung | Orientiert sich an der Ernährung der Steinzeit: Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen. Verzicht auf Getreide, Hülsenfrüchte und Milchprodukte. | Stabilisierung des Blutzuckers, Reduktion von Entzündungen, Verbesserung der Verdauung. |
| Low-Carb/ketogene Ernährung | Reduktion von Kohlenhydraten, Fokus auf Fette und Proteine. Ziel ist es, den Körper in einen Zustand der Ketose zu versetzen. | Energiegewinnung durch Fettverbrennung, mögliche Reduktion von Entzündungen. |
| Pflanzenbetonte Ernährung | Überwiegend pflanzliche Lebensmittel, wenig bis kein Fleisch. Betonung auf Vollwertigkeit und Nährstoffdichte. | Förderung der Darmgesundheit, antioxidative Wirkung, nachhaltig. |
Wichtig: Jeder Körper reagiert anders. Was für den einen funktioniert, kann für den anderen ungeeignet sein. Ein Ernährungstagebuch oder eine professionelle Begleitung können helfen, die passende Strategie zu finden.
Meine persönliche Erfahrung: Ein Weg mit Höhen und Tiefen
Als ich vor Jahren begann, meine Ernährung umzustellen, probierte ich verschiedene Ansätze aus. Das Autoimmun-Protokoll (AIP) gab mir zunächst Struktur und half mir, Entzündungen zu reduzieren. Seither lasse ich glutenhaltiges Getreide und Kuhmilchprodukte fast komplett weg und orientiere mich zudem an den Empfehlungen der Blutgruppendiät. Dies alle hat mich nicht davon abgehalten, die Freude an natürlichen Lebensmitteln und am Essen zu behalten.
Drei Erkenntnisse, die mir geholfen haben:
- Kurzfristige Eliminierung als Einstieg: Am Anfang half mir eine gezielte Eliminationsphase, bei der ich potenziell entzündungsfördernde Lebensmittel wegliess. Doch der Schlüssel lag darin, anschließend Schritt für Schritt Lebensmittel wieder einzuführen und genau zu beobachten, wie mein Körper reagiert. So fand ich heraus, was mir wirklich guttut.
- Die Darmgesundheit ist zentral: Ich setze auf eine ballaststoffreiche, pflanzenbetonte Ernährung mit viel Gemüse, Leinsamen und Quinoa. Auch ausreichend Wasser und ungesüssten Tee machen einen grossen Unterschied für meine Verdauung und mein Energielevel.
- Flexibilität ist wichtig: Es gibt Tage, an denen ich mir etwas gönne, das nicht perfekt ist – und das ist okay. Stress und Schuldgefühle sind oft schlimmer als das Essen selbst.
Praktische Tipps für den Einstieg
- Führe ein Ernährungstagebuch: Notiere, was du isst und wie du dich fühlst. So erkennst du Muster und Unverträglichkeiten.
- Setze Prioritäten: Beginne mit kleinen, machbaren Schritten – etwa mehr Gemüse zu integrieren oder Zucker zu reduzieren.
- Suche Unterstützung: Ein Ernährungsberater oder Coach kann dir helfen, eine Strategie zu entwickeln, die zu deinem Leben passt.
Ernährung als Teil deines ganzheitlichen Weges
Ernährung ist ein mächtiges Werkzeug, aber sie ist nur ein Puzzleteil. Bewegung, Stressmanagement und mentale Stärke spielen ebenfalls eine zentrale Rolle.
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Was hat dir bei deiner Ernährungsumstellung am meisten geholfen?
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Foto von Polina Tankilevitch auf Pexels.

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