Leitsterne für das neue Jahr: Ausdauerkraft, Tiefe und Echtheit

Stefan Bucher auf dem Rennrad auf einer Strasse durch die Landschaft

Für das neue Jahr 2026 habe ich mir drei Leitsterne ausgedacht, die für mich Orientierung bieten sollen. Sie legen nicht starre Ziele fest, sondern Haltungen. Diese Leitsterne sind eine Methode, die alle anwenden können, um für die bevorstehenden zwölf Monate frische Motivation zu bekommen. Hier teile ich meine drei Leitsterne, gebe Einblick in die Methode und verrate, wie die Werte mit meinem Alltag zusammenhängen.

Die drei «Leitsterne» für 2026

Keine Vorsätze, sondern Werte, die mich durchs Jahr tragen:

1️⃣ Ausdauerkraft – nicht sprinten, sondern durchhalten. Im Job, im Training, im Leben.
2️⃣ Tiefe statt Hektik – lieber eine Sache richtig als drei halb.
3️⃣ Echtheit strahlen lassen – nicht Perfektion vortäuschen, sondern zeigen, was wirklich zählt.

Was ist Ausdauerkraft?

Ich erlebe das immer, wenn ich mit meinem Rennrad auf einer Tour bin – so wie im letzten Herbst die 200 Kilometer ins Allgäu: Es geht nicht darum, der Schnellste zu sein, sondern darum, klug mit seiner Energie umzugehen. Diese Erkenntnis begleitet mich jetzt auch im Alltag. Denn was beim Radfahren gilt, trifft genauso auf unser Leben zu: Wahre Stärke zeigt sich nicht im kurzen Sprint, sondern in der Ausdauerkraft.

Ausdauerkraft ist mehr als körperliche Fitness. Es ist die Fähigkeit,

  • langfristig dranzubleiben – auch wenn der erste Enthusiasmus verflogen ist,
  • Pausen als Teil des Prozesses zu sehen (nicht als Schwäche!),
  • Tempo und Prioritäten so zu setzen, dass du nicht nach 50 Kilometern – oder 50 Lebenstagen – ausbrennst.

Als Coach sehe ich oft: Viele Menschen scheitern nicht an mangelnder Motivation, sondern daran, dass sie zu schnell zu viel wollen. Ausdauerkraft bedeutet, realistisch zu sein – und trotzdem ambitioniert.

3 Prinzipien der Ausdauerkraft – vom Radfahren ins Leben übertragen

1. Pacing: Temposetzen wie auf einer langen Etappe

Auf dem Rad:

  • Wer zu Beginn zu schnell fährt, hat nach der Hälfte keine Energie mehr.
  • Erfahrene Fahrer:innen wissen: Die ersten 20 Kilometer bestimmen nicht den Erfolg – aber die letzten 20.

Im Leben:

  • Starte Projekte nicht mit 120%, sondern mit 80% – dann bleibst du langfristig dabei.
  • Frage dich: «Kann ich dieses Tempo ein Jahr lang durchhalten?»

2. Regeneration: Pausen sind kein Luxus, sondern Strategie

Auf dem Rad:

  • Nach einer Steigung kommt eine Abfahrt. Der Körper braucht Erholung, um weiterzufahren.

Im Leben:

  • Plane „Ausdauerkraft-Pausen“ ein: Nach 90 Minuten konzentrierter Arbeit 10 Minuten Bewegung (z. B. Dehnen, kurzer Spaziergang).
  • Schlaf, Ernährung und soziale Kontakte sind kein «Nice-to-have», sondern dein Treibstoff.

3. Fokus: Der Weg ist das Ziel

Auf dem Rad:

  • Wer nur auf den Gipfel schaut, verpasst die Landschaft – und vergisst, warum er überhaupt fährt.

Im Leben:

  • Genieße den Prozess. Wenn du nur auf das Endergebnis (z. B. «gesünder sein», «mehr Geld») fokussierst, verlierst du die Freude am Weg.
  • Tagesfragen:
    • «Was habe ich heute gelernt?»
    • «Wo habe ich meine Ausdauerkraft gespürt?»

Wie die zwei weiteren Haltungen dazukommen

Als Selbstständiger kenne ich das: Die Versuchung ist groß, alles anzubieten, alle Chancen zu nutzen, immer erreichbar zu sein. Doch genau das führt zu Erschöpfung – nicht zu Erfolg.

Meine Lösung:

  • Tiefe statt Hektik: Ich konzentriere mich auf drei Kernangebote (1:1-Coaching, Online-Kurse, Newsletter) – und mache sie richtig gut.
  • Echtheit strahlen lassen: Ich zeige auch die «Work-in-Progress»-Momente (z. B. wenn ein Blogbeitrag länger braucht als geplant). Das schafft Vertrauen.

Deine Ausdauerkraft-Challenge

Du kannst es mir nachmachen und selbst auf deine Ausdauerkraft setzen.

Probiere diese Woche aus:

  1. Wähle ein Projekt, das dir wichtig ist – und reduziere dein Tempo um 20%.
  2. Plane bewusst eine Pause ein (z. B. nachmittags 15 Minuten Radfahren oder Spazieren).
  3. Reflektiere abends: «Wo habe ich heute durchgehalten – ohne mich zu verausgaben?»

Zum Schluss:
Ausdauerkraft ist kein Wettkampf. Es geht nicht darum, mehr zu schaffen als andere – sondern darum, länger Freude an dem zu haben, was du tust. Und das ist am Ende der größte Erfolg.

Was ist deine Erfahrung mit Ausdauerkraft?
Schreib mir in die Kommentare – oder teile den Artikel, wenn er dich inspiriert hat!

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