MS und Komplementärmedizin: Was der aktuelle Stand der Forschung für die Praxis bedeutet – Einblicke vom MS State of the Art Symposium 2026

Ginko-Blätter und Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel in der Komplementären Therapie.

Letzten Samstag war ich am MS State of the Art Symposium 2026 der Schweizerischen Multiple-Sklerose-Gesellschaft. Die Vorträge am Vormittag drehten sich um die progrediente MS, um kognitive Beeinträchtigungen und die Frage, wie wir stille Krankheitsaktivität (Stichwort: PIRA, «Progression Independent of Relapse Activity» – deutsch: Progression unabhängig von Schubaktivität) besser verstehen und behandeln können. Besonders aufgefallen ist mir, wie selbst erfahrene Neurolog:innen diskutierten, wie die neuesten Erkenntnisse überhaupt in die Praxis kommen. Wer eine detaillierte Zusammenfassung der medizinischen Highlights sucht, findet sie im Bericht der MS-Gesellschaft.

Komplementärmedizin in der MS-Behandlung: Evidenz und Praxis

In vier Workshops am Nachmittag wurden konkrete, praxisnahe Ansätze für die MS-Therapie aufgezeigt. Herausgestochen ist für mich der Workshop von Ursula Wolf und Robert Fitger (Universität Bern). Sie konnten aufzeigen, wie evidenzbasierte komplementäre Methoden die Lebensqualität von MS-Betroffenen verbessern können. Hier eine strukturierte Übersicht der wichtigsten Erkenntnisse:

1. Ginkgo biloba: Kognitive Unterstützung und Fatigue-Reduktion

Ginkgo biloba wurde im Workshop als neuroprotektiv und kognitiv unterstützend vorgestellt. Studien zeigen, dass Ginkgo nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern, sondern auch Fatigue-Symptome lindern kann. Die Verträglichkeit ist in der Regel gut, wobei in seltenen Fällen leichte Nebenwirkungen wie Schwindel oder Kopfschmerzen auftreten können.

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2. Cannabis sativa: Spastik, Spasmen und Schmerzlinderung

Die Wirksamkeit von Cannabis sativa bei MS ist durch mehrere grosse Studien belegt, insbesondere bei der Behandlung von Spastik, Spasmen und Tremor. Das zugelassene Medikament Sativex® hat sich als wirksam erwiesen, oft verbunden mit einer Schmerzlinderung. Die Nebenwirkungen sind meist mild und umfassen Müdigkeit, Schwindel oder Übelkeit. Ein wichtiger Punkt für Betroffene, die unter starken Spastiken leiden.

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3. Boswellia serrata (Weihrauch): Reduktion der Krankheitsaktivität

Eine Pilotstudie mit 38 Teilnehmenden zeigte, dass die tägliche Einnahme von 2400–4800 mg standardisiertem Weihrauch-Extrakt über drei Jahre die Krankheitsaktivität reduzieren kann. Die Ergebnisse:

  • Rückgang der Schubrate
  • Reduktion der MS-Aktivität im MRT um etwa 63%
  • Gut verträglich, mit meist leichten gastrointestinalen Nebenwirkungen

Boswellia serrata könnte somit eine vielversprechende Ergänzung zur klassischen MS-Therapie sein.

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4. Mind-Body-Therapien: Yoga, Achtsamkeit und Qigong

Obwohl die Evidenz noch begrenzt ist, zeigen Studien, dass Mind-Body-Therapien wie Yoga, Achtsamkeit oder Qigong positive Effekte auf Fatigue, Angst und Depressionen haben können. Zudem verbessern sie die kognitive Funktion und emotionale Regulation. Ein grosser Vorteil: Diese Methoden sind nicht-pharmakologisch, sicher und ohne relevante Nebenwirkungen.

5. Kräutertherapien bei Harnwegsinfekten

Harnwegsinfekte sind bei MS-Betroffenen häufig. Der Workshop empfahl folgende pflanzliche Optionen:

  • Bärentraubenblätter-Tee oder -Tabletten (Uva ursi)
  • Pferdeschweif-Tee (Equisetum arvense)
  • Kürbissamen-Extrakt (Cucurbita pepo)
  • Kapuzinerkresse oder Meerrettichwurzel (bei bakteriellen Infekten)

Diese Methoden sind gut verträglich, wenn sie korrekt dosiert werden.

Komplementärmedizin als Ergänzung

Die vorgestellten Ansätze zeigen, dass Komplementärmedizin nicht alternativ, sondern ergänzend zur klassischen MS-Therapie verstanden werden sollte. Besonders evidenzbasierte Methoden wie Ginkgo biloba, Boswellia serrata oder Mind-Body-Therapien bieten konkrete Werkzeuge, um die Lebensqualität von MS-Betroffenen zu verbessern.

Für alle als Botschaft zum Mitnehmen wurde hervorgehoben: Solange keine gravierenden Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen bekannt sind, spricht nichts dagegen, komplementäre Massnahmen auszuprobieren.

Wichtig ist indes, dass komplementäre Methoden immer mit den behandelnden Neurolog:innen besprochen werden. Das setzt voraus, dass auch Ärzt:innen sich mit diesen Ansätzen auseinandersetzen – eine Win-Win-Situation für Patient:innen und Behandelnde.

Und du?
Hast du Erfahrungen mit komplementären Methoden bei MS? Ich freue mich auf deinen Austausch in den Kommentaren!

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